Die Rose

 

Du bist die Rose meiner Liebe...

Du bist die Rose meiner Liebe,

Die Ros' auf meines Herzens Flur
Es waren andre Blumentriebe
Vorahnung meiner Rose nur.

Es kam der Flor, dass er zerstiebe,
Verschwinden musste jede Spur,
Dass Raum für meine Rose bliebe,
Die mir zu bleiben ewig schwur.

Wie ich dich liebe?

Wie ich dich liebe? Lass mich zählen wie.
Ich liebe dich so tief, so hoch, so weit,
als meine Seele blindlings reicht, wenn sie
ihr Dasein abfühlt und die Ewigkeit.

Ich liebe dich bis zu dem stillsten Stand,
den jeder Tag erreicht im Lampenschein
oder in Sonne. Frei, im Recht, und rein
wie jene, die vom Ruhm sich abgewandt.

Mit aller Leidenschaft der Leidenszeit
und mit der Kindheit Kraft, die fort war, seit
ich meine Heiligen nicht mehr geliebt.

Mit allem Lächeln, aller Tränennot
und allem Atem. Und wenn Gott es giebt,
will ich dich besser lieben nach dem Tod.

Ich und Du

Auf einer Rose zittern
Zwei Tropfen, rein und rund,
Zerfließen in eins und rollen
Hinab in des Kelches Grund.


Deine Augen
halten mich fest –
den ganzen Tag,
die ganze Nacht!

Deine Augen
dunkel und geheimnisvoll
Deine Augen
Ich möchte in ihnen lesen!

Lesen
was Du für mich empfindest...

Deine Augen
Sie sind braun mit einem Funkeln drin
Doch ist dieses Funkeln kein Zorn
sondern Freude!

Deine Augen
halten mich fest –
den ganzen Tag,
die ganze Nacht!

Deine Augen
In meinen Träumen,
nicht nur nachts…

ICH LIEBE DICH IMMER NOCH LISA